Was passiert mit den Daten? Menu

Was passiert mit den Daten?

Als wir uns diese Website ausdachten, war schnell klar: Jeder sollte Zugriff haben, ohne dafür zu zahlen. Doch Sicherheit und Datenschutz der Spender stehen über allem.

Die Deutschen sind ja bekanntlich empfindlich, wenn es um ihre Daten geht. Und das ist auch gut so. Da dieses Projekt mit Gehalts- und Honorardaten äußerst sensible Daten sammelt, ist ihr Schutz ganz besonders wichtig. Deswegen haben wir uns selbst vier Regeln auferlegt, damit Datenspender ein gutes Gefühl haben können, wenn sie uns Dinge mitteilen, die sie sonst kaum jemandem erzählen.

Kein Spender darf identifizierbar sein

Das war das wohl am hitzigsten diskutierte Problem, bevor wir mit dem Programmieren der Datenbank starteten. Einerseits wollten wir Usern so schnell und so oft wie möglich Daten über Redaktionen anzeigen. Andererseits fürchteten wir, dass Verlage erkennen könnten, wer gespendet hat, wenn nur wenige Datensätze vorliegen. Und auch uns selbst wollten wir die Möglichkeit nehmen, zu sehen, wie viel ein ganz bestimmter Journalist oder eine vielleicht bekannte Reporterin verdient.

Deswegen erheben wir keine personalisierten Daten: keine Namen, keine Mail-Adressen, nicht einmal das Geschlecht – auch wenn uns das angesichts der #MeToo-Debatte sehr interessiert hätte.

Alle Daten werden verschlüsselt

Um die Sicherheit der Datenübertragung zu gewährleisten, verschlüsseln wir mit HTTPS-Standard. Der Basisschutz des Django-Frameworks bewahrt die Datenbank vor Manipulationen. Außerdem gilt: Alle Berechnungen für unsere Grafiken passieren im Backend. Rohdaten können also bei einer Analyse-Abfrage der User nicht abgefangen werden. Im Frontend kommen nur noch Durchschnittswerte an, die keine Rückschlüsse auf die Datenspender erlauben. Trotzdem können auch wir keine absolute Sicherheit garantieren. Ist das Gerät eines Users beispielsweise von Schadsoftware befallen, die seine Einträge mitzeichnet, sind wir machtlos.

Die Daten liegen ohne Kopie bei uns in der Datenbank und werden in ihrer anonymisierten Form einmal im Jahr ausgewertet. Im Freischreiber-Report stellen wir unsere Erkenntnisse dann allen zur Verfügung. Natürlich geben wir die Daten danach an niemanden weiter. Einzige Ausnahme: wenn Medienwissenschaftler diese für ihre Forschung verwenden wollen und sich zu den gleichen Datenschutz-Standards verpflichten.

Wir legen die Methodik offen

Wir mögen Transparenz. Alles, was wir mit den Daten „anstellen“, legen wir offen. Unsere Methodik kann jeder einsehen. Nicht aber die Datensätze. Erst ab einer Mindestanzahl von drei Datensätzen berechnen wir den sogenannten „gleitenden Median“, der keine Rückschlüsse auf die exakten gespendeten Zahlen erlaubt. Wie wir unsere Ergebnisse konkret berechnen, kannst du auf der Webseite (※ Methodik) nachlesen. Denn es ist uns wichtig, dass du überprüfen kannst, wie wir zu unseren Erkenntnissen kommen.

Falls du Fragen hast oder wir etwas nicht ordentlich erklärt haben, kannst du dich jederzeit an uns wenden (※ Kontakt & Fragen).

Keine Data-Paywall

Kurz haben wir überlegt, ob wir nur jenen Nutzern Analyse-Ergebnisse unserer Daten anzeigen, die auch selbst Daten spenden. Durch diese „Data-Paywall“ würde die Anzahl der Datenspenden wahrscheinlich schneller steigen. Doch die Daten gehören nicht uns. Sie gehören der Journalisten-Community. Deswegen sind wir der Meinung, dass wir nicht das Recht haben, sie jenen zu verwehren, die selbst lieber keine Zahlen mitteilen wollen.

Deswegen steht die Datenbank allen frei. Jeder kann sie nutzen – egal, ob er oder sie etwas beitragen möchte.